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Allgemeines - Was uns so aufgefallen ist...


Kugelschreiber
Überall im Land wird man nach Kugelschreibern gefragt. Wir hatten vor unserer Reise gedacht das das Blödsinn sei, aber wir wurden unterwegs sehr oft von Einheimischen gefragt, ob wir nicht welche dabei hätten. Auf Grund dessen haben wir mal unseren Reiseleiter gefragt was die Einheimischen mit diesen Kugelschreibern denn so anfangen ? Die Antwort war einfach und Einleuchtend: Einige sammeln diese Kugelschreiber (aber nur wenn ein Ausländischer Schriftzug drauf prangt oder die besonders hochwertig sind.), und der Rest schnorrt sich diese Kugelschreiber als eine Art Bacchisch zusammen, und verkaufen die dann weiter. Uns wurden auch schon bei der Kutschfahrt auf der einen Seite der Kutsche Kugelschreiber zum kaufen angeboten, und auf der anderen Seite fragten die Kinder ob wir nicht welche hätten.

Als wir nachgefragt hatten wie die Ägypter darauf gekommen sind, meinte unser Reiseleiter das irgend ein Reiseführer irgendeines Verlages das damals geschrieben hatte, alle haben es abgeschrieben und mittlerweile steht es in jedem Buch, also passen die Einheimischen sich entsprechend an.

Bacchisch
Jeder will Geld haben, egal wo. Aber nicht jeder bekommt was. Unser Reiseleiter erklärte uns wie und wo man wieviel in etwa gibt. Die bewaffneten Wächter bei den Grab Besichtigungen bekommen jeder ca. 5-7 LE/1 Euro/ 1 Dollar, je nachdem wieviel Aufwand sie hatten. Die Wächter in den normalen Gräber kriegen nur was, wenn sie sich mühe geben (Licht mit Spiegeln ins innere bringen, etc).Da wären dann ca. 50 Cent,bzw. 3,5 LE angebracht. Auf Toiletten haben sich ca. 25 und 50 Piaster eingebürgert. Wenn jemand 1 Euro verlangt, einfach ignorieren, denn Trinkgeld ist eine freiwillige Leistung! Wenn jemand nichts tut, hat er auch nichts verdient!

Geld
Die Einheimische Währung sind Ägyptische Pfund mit der Abkürzung LE. Genommen wird in Oberägypten (Luxor bis Assuan) fast jede Währung, auch in Münzgeld. Die Leute die Münzen nehmen tauschen diese bei den Touristen wieder in Scheine und haben dann die möglichkeit das Geld in Ägyptische Pfund zu tauschen. Die Touristen haben dadurch wieder genug Kleingeld um Trinkgelder zu geben. Das System funktioniert recht gut.

Am billigsten fährt man mit Ägyptischen Pfund, da der Tauschkurs je nach Währung und an wem man gerät sehr unterschiedlich ist. Handeln in den Ägyptischen Basaren kann man mittlerweile auch in Euro, und bezahlen in Dollar oder Pfund, alles kein Problem (Mavi Muschkula).

Für Unterägypten und Mittelägypten (Kairo bis Minya) sind Ägyptische Pfund beliebter, obwohl hier als Trinkgeld natürlich auch andere Währung genommen wird.

Für Bacchisch sollte man nie sein Portemonnaie zücken, sondern immer Kleingeld in der Hosentasche für den einen oder anderen Dienst bereithalten.

Kurzknigge für den Touristen
Wenn man auf der Straße von Händlern angequatscht wird, einfach mit "La Schokran" antworten, das heißt "Nein Danke". Ab und zu gerät man an besonders hartnäckige Gesellen die es weiter versuchen, dann einfach mit "La Nee" antworten, da bedeutet je nach Aggressiver Aussprache "NEIN".

Das Wort "Imschee" (Verschwinde / Hau ab / laß mich in ruhe), was viel von einigen Touristen verwendet wird, ist sehr frech und bewirkt höchstens das die Belästigung noch schlimmer wird (mit Freundlichkeit kommt man meist weiter).

Wo ein "La Nee" auch nicht hilft, da kann man es mit einem "Enschalla Bukra" (Vielleicht morgen) probieren (Muß aber genervt klingen!), aber meist hat das die folge das die Anbieter einem noch schnell was zeigen wollen.

Einfache Möglichkeit: Nicht stehen bleiben, einfach weitergehen, Notfalls alle ignorieren. So sollte man gut überall durchkommen.

 

   
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